Für den Betrieb waren Schalldruckpegel bis etwa 110 dB zu berücksichtigen. Besonders relevant war dabei der tieffrequente Bereich, der bei der von BHZ produzierten Musik einen großen Anteil des Gesamtsignals ausmacht.
Wir entwickelten deshalb eine freistehende Raum-in-Raum-Konstruktion mit eigenem Tragwerk. Zwischen dem neuen Studio und der kritischen Bestandswand konnte eine Pufferzone von rund 1,5 m genutzt werden. Die Studiokonstruktion wurde ohne starre Verbindung zur bestehenden Hallenkonstruktion ausgeführt.
Der Schallschutz basiert dabei nicht auf einer einzelnen Maßnahme, sondern auf dem Zusammenspiel mehrerer Faktoren:
• mehrlagige, schwere Wand- und Deckenkonstruktionen,
• konsequente Luftdichtigkeit,
• definierte mechanische Entkopplung,
• ein separat gelagerter schwimmender Boden,
• schwingungsisolierte Decken- und Wandanschlüsse zur Vermeidung von Schallbrücken.
Die Feder- und Elastomerlager wurden entsprechend den tatsächlichen Lasten dimensioniert. Nach Fertigstellung kontrollierten wir die Einfederung der Lager und damit, ob die Konstruktion im vorgesehenen Arbeitsbereich der Isolatoren liegt.